Neue Business-Plattform

Apple Business vereint Geräteverwaltung und Marketing – und wird kostenlos

Apple startet im April 2026 Apple Business – eine kostenlose Plattform, die Geräteverwaltung, E-Mail-Dienste und Kundenengagement vereint.

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Apple hat mit Apple Business eine umfassende neue Plattform angekündigt, die verschiedene bestehende Geschäftslösungen unter einem Dach vereint. Ab dem 14. April 2026 können Unternehmen weltweit die Plattform nutzen, um Geräte zu verwalten, Mitarbeitende auszustatten und Kundinnen und Kunden zu erreichen – und das größtenteils kostenlos.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple Business vereint ab 14. April 2026 drei bestehende Dienste und macht Mobile Device Management kostenlos.
  • Die Plattform bietet integrierte E-Mail- und Kalenderdienste als Alternative zu Google Workspace und Microsoft 365.
  • Im Sommer 2026 startet Werbung in Apple Maps für Unternehmen in den USA und Kanada.

Drei Plattformen werden zu einer

Apple Business ersetzt die bisherigen Dienste Apple Business Essentials, Apple Business Manager und Apple Business Connect. Alle bestehenden Daten wie beanspruchte Standorte und Kontoinformationen werden automatisch in das neue System migriert. Besonders bemerkenswert: Die bisher kostenpflichtigen Funktionen von Business Essentials zur Geräteverwaltung werden nach dem Übergang kostenlos verfügbar sein. Unternehmen müssen keine monatlichen Gebühren mehr für das Mobile Device Management bezahlen.

Die neue Plattform steht in über 200 Ländern und Regionen zur Verfügung, wobei einige Funktionen regional beschränkt bleiben. Optionale kostenpflichtige Dienste für zusätzlichen iCloud-Speicher und AppleCare+ bleiben weiterhin innerhalb der Plattform verfügbar.

Geräteverwaltung wird einfacher

Mobile Device Management erklärt!

Mobile Device Management (MDM) bezeichnet Software-Lösungen, mit denen Unternehmen Smartphones, Tablets und Computer zentral verwalten können. IT-Teams können damit Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, Apps verteilen und Geräteeinstellungen konfigurieren, ohne jedes Gerät einzeln anfassen zu müssen. Bei Apple ermöglicht MDM beispielsweise die automatische Einrichtung neuer iPhones mit vordefinierten Unternehmenseinstellungen direkt nach dem Auspacken.

Im Zentrum von Apple Business steht ein integriertes Mobile Device Management System. Unternehmen können damit Geräteeinstellungen, Sicherheitsrichtlinien, Apps und Benutzergruppen zentral von einer Oberfläche aus konfigurieren. Eine neue Apple-Business-App ermöglicht es Mitarbeitenden, arbeitsbezogene Apps zu installieren, auf Kontaktinformationen von Kolleginnen und Kollegen zuzugreifen und Support anzufordern.

Mit den neuen „Blueprints“ lassen sich Geräte mit spezifischen Einstellungen und Apps vorkonfigurieren. Dies ermöglicht eine Zero-Touch-Bereitstellung, sodass Mitarbeitende ihre Geräte direkt nach dem Auspacken nutzen können – vorausgesetzt, die Geräte wurden über Apple oder autorisierte Händler erworben.

Die Plattform führt verwaltete Apple-Accounts mit kryptografischer Trennung zwischen persönlichen und geschäftlichen Daten ein. Mitarbeitende können so dasselbe Gerät für beide Zwecke nutzen, ohne dass sich die Informationen vermischen. Die Kontobereitstellung lässt sich über Integrationen mit Identitätsanbietern wie Google Workspace und Microsoft Entra ID automatisieren.

Weitere Funktionen umfassen die Möglichkeit, Benutzergruppen zu erstellen, Rollen zuzuweisen, Apps über den App Store zu verteilen und auf eine Admin-API für großflächige Bereitstellungen zuzugreifen, die Geräte-, Benutzer-, Audit- und MDM-Servicedaten abdeckt.

E-Mail und Kalender direkt von Apple

Apple Business bietet integrierte E-Mail-, Kalender- und Verzeichnisdienste, die an benutzerdefinierte Domains gebunden sind. Unternehmen können entweder eine bestehende Domain einbringen oder eine neue über die Plattform erwerben. Diese Tools umfassen Funktionen wie Kalenderdelegation und ein Unternehmensverzeichnis mit personalisierten Kontaktkarten.

Damit tritt Apple in direkte Konkurrenz zu Google Workspace und Microsoft 365, die seit über einem Jahrzehnt den Markt für geschäftliche E-Mail- und Kalenderdienste dominieren. Der Unterschied: Apples Lösung ist kostenlos und integriert sich nahtlos in das Apple-Ökosystem.

Neue Möglichkeiten für Kundenkontakt

Neben internen Verwaltungstools führt Apple Business auch neue Werkzeuge für das Kundenengagement ein. Unternehmen können verwalten, wie ihre Marke und Standorte in Apple-Diensten erscheinen – Funktionen, die zuvor über Apple Business Connect verfügbar waren.

Dazu gehören Markenprofile mit Logos und Details, anpassbare Ortskarten in Apple Maps mit Fotos, Öffnungszeiten und Aktionen wie Bestellungen oder Reservierungen sowie Analysen, die zeigen, wie Nutzende Standorte entdecken und mit ihnen interagieren. Gebrandete Kommunikation erstreckt sich auch auf die Mail-App und iCloud Mail sowie auf die Auftragsverfolgung in Wallet. Unternehmen, die Tap to Pay auf dem iPhone nutzen, können ihr Branding während Transaktionen anzeigen.